Waschtipps: so bleibt Ihre Wäsche schön

Sortieren, dosieren, Flecken behandeln, Knitter und Gerüche vermeiden — zwölf Tipps aus der Praxis, abgestimmt auf Miele Waschmaschinen und Trockner. Vom Miele Center Neuwirth in Wien.

Miele Waschmaschine und Trockner in einem hellen Hauswirtschaftsraum

Mit einer Miele Waschmaschine haben Sie den größeren Teil der Arbeit schon erledigt. Den Rest machen ein paar Gewohnheiten aus, die im Alltag den Unterschied zwischen "sauber" und "sieht aus wie neu" ergeben: richtig sortieren, richtig dosieren, das passende Programm wählen und die Maschine selbst nicht vergessen.

Die folgenden Tipps sind die, nach denen bei uns im Geschäft am häufigsten gefragt wird. Sie gelten für jede Waschmaschine — die Programmnamen beziehen sich auf aktuelle Miele Geräte.

Die drei häufigsten Fehler

Zu viel Waschmittel

Der häufigste Fehler überhaupt. Überschüssiges Waschmittel wird nicht ausgespült, sondern bleibt im Gewebe — das führt zu grauem Schleier, Hautreizungen und muffigem Geruch.

Zur richtigen Dosierung

Trommel zu voll oder zu leer

Eine überfüllte Trommel wäscht nicht sauber und knittert stark, eine fast leere verschwendet Wasser und Strom. Eine Handbreit Platz über der Wäsche ist die richtige Größenordnung.

Zur Beladung

Die Maschine nie gepflegt

Waschmittelschublade, Flusensieb und Türdichtung sind die drei Stellen, an denen sich Rückstände sammeln. Wer sie ignoriert, kämpft irgendwann gegen Gerüche, die aus der Maschine kommen.

Zur Maschinenpflege

Zwölf Waschtipps aus der Praxis

1. Richtig sortieren

Nach Farbe, nach Gewebe und nach Verschmutzungsgrad — in dieser Reihenfolge.

Weiß, Hell, Bunt und Dunkel gehören getrennt. Ebenso Flauschiges von Glattem: Frottier gibt Flusen ab, die sich auf Synthetik und dunklen Stoffen festsetzen. Neue rote und dunkelblaue Teile die ersten Male allein waschen, sie geben fast immer Farbe ab.

Miele-Tipp: Zwei Wäschekörbe sparen mehr Zeit als jeder Waschgang. Wer schon beim Ausziehen trennt, muss vor der Maschine nicht mehr sortieren.

2. Wäsche vorbereiten

Taschen leeren, Reißverschlüsse schließen, Empfindliches ins Netz.

Knöpfe, Haken, Ösen und offene Reißverschlüsse sind scharfkantig und beschädigen im Waschgang andere Textilien. Waschen Sie bedruckte und dunkle Teile auf links. BHs, Feinstrumpfhosen und alles mit Applikationen gehören in ein Wäschenetz.

Miele-Tipp: Ein vergessenes Taschentuch verteilt sich auf der ganzen Ladung. Ein Kugelschreiber kostet Sie im schlimmsten Fall die halbe Wäsche — und eine Trommelreinigung.

3. Weißes weiß halten

Vollwaschmittel mit Bleiche, nie zusammen mit Dunklem.

Weiße Wäsche vergraut, wenn sie mit dunklen Textilien oder mit hellen Teilen mit dunklen Applikationen gewaschen wird — und wenn dauerhaft Colorwaschmittel verwendet wird, dem die Bleichkomponente fehlt. Sauerstoffbleiche wirkt erst ab etwa 40 Grad richtig.

Miele-Tipp: Universalwaschmittel wie Miele UltraWhite, alle paar Wochen ein Waschgang bei 60 Grad. Bei hartnäckigen Verfärbungen die Fleckenoption statt einer höheren Temperatur wählen.

4. Farben erhalten

Colorwaschmittel ohne optische Aufheller, niedrige Temperatur, auf links.

Farben verlieren nicht durch Waschen, sondern durch Bleiche, optische Aufheller und Reibung. 30 bis 40 Grad reichen für normal getragene Alltagswäsche vollkommen; moderne Waschmittel sind darauf ausgelegt.

Miele-Tipp: Das Programm Dunkles/Jeans wäscht mit umgekehrter Trommeldrehung und mehr Wasser — dadurch reibt der Stoff weniger und behält seine Farbe deutlich länger.

5. Richtig dosieren

Nach Wasserhärte, Beladung und Verschmutzung — nicht nach Gefühl.

In Wien ist das Wasser weich bis mittelhart. Die Packungsangabe für harte Bereiche ist hier deutlich zu viel. Zu viel Waschmittel wird nicht ausgespült, hinterlässt einen Schleier auf Dunklem und kann Hautreizungen auslösen. Zu wenig führt zu Grauschleier und Ablagerungen in der Maschine.

Miele-Tipp: TwinDos mit UltraPhase 1 und 2 dosiert automatisch nach Programm und Beladung und gibt die beiden Komponenten zum jeweils richtigen Zeitpunkt zu — das spart nach Miele-Angaben bis zu 30 Prozent Waschmittel.

6. Flecken richtig behandeln

Eiweiß immer kalt, Fett warm — und je früher, desto besser.

Blut, Ei und Milch gerinnen in der Hitze und sind dann kaum noch zu entfernen: kalt einweichen. Fett und Make-up brauchen dagegen Wärme und Tenside. Reiben Sie nie trocken, sondern tupfen Sie von außen nach innen.

Miele-Tipp: Die Fleckenoption verlängert die Einwirkzeit gezielt für die gewählte Fleckenart, statt einfach heißer zu waschen. Welcher Fleck welche Behandlung braucht, steht im Flecken-ABC.

7. Die Trommel richtig beladen

Eine Handbreit Platz über der Wäsche — bei Feinwäsche deutlich mehr.

In einer überfüllten Trommel kann sich die Wäsche nicht bewegen: Sie wird nicht sauber, das Waschmittel wird nicht ausgespült und alles knittert. Bei Pflegeleicht und Feinwäsche sollte die Trommel nur zu einem Drittel gefüllt sein, weil diese Programme mit weniger Mechanik arbeiten.

Miele-Tipp: Geräte mit Beladungserkennung passen Wasser- und Waschmittelmenge automatisch an. Für ein einzelnes Teil, das schnell wieder gebraucht wird, gibt es SingleWash.

8. Knitter vermeiden

Weniger Beladung, niedrigere Schleuderdrehzahl, sofort ausräumen.

Knitterfalten entstehen, wenn die Wäsche zusammengepresst und in diesem Zustand gepresst geschleudert wird — und wenn sie danach in der Trommel liegen bleibt. Je höher die Schleuderdrehzahl, desto stärker die Falten, aber desto kürzer die Trockenzeit: ein Kompromiss, den man je nach Textil trifft.

Miele-Tipp: Der Knitterschutz bewegt die Trommel nach Programmende in Intervallen weiter. Im Trockner sorgt SteamFinish für glattere Wäsche, der FashionMaster erledigt den Rest beim Bügeln.

9. Weiche Wäsche ohne Weichspüler

Hoch schleudern und im Trockner fertig trocknen macht weicher als jeder Weichspüler.

Weichspüler legt sich als Film um die Faser. Das fühlt sich weich an, senkt aber die Saugfähigkeit von Handtüchern und verschließt die Poren von Funktionstextilien. Wer auf ihn verzichtet, sollte dafür ausreichend schleudern.

Miele-Tipp: Handtücher mit 1400 bis 1600 Umdrehungen schleudern und im Trockner auf Schranktrocken. Für Duft ohne Weichspüler gibt es den Duftflakon im Trockner beziehungsweise FragranceDos.

10. Gerüche vermeiden

Muffiger Geruch kommt fast immer aus der Maschine, nicht aus der Wäsche.

Wer dauerhaft nur kalt und mit Flüssigwaschmittel wäscht, gibt Bakterien und Biofilm in Trommel, Dichtung und Ablaufsystem eine Chance. Feuchte Wäsche, die nach Programmende Stunden in der Trommel liegt, riecht ebenfalls schnell.

Miele-Tipp: Alle paar Wochen ein Waschgang bei mindestens 60 Grad mit pulverförmigem Vollwaschmittel — das entfernt Biofilm zuverlässig. Danach die Tür einen Spalt offen lassen.

11. Sparsam waschen

Volle Trommel, niedrige Temperatur — und das Sparprogramm nur, wenn Zeit da ist.

Den größten Teil des Stroms verbraucht das Aufheizen des Wassers. Von 60 auf 40 Grad zu gehen spart deutlich mehr als jede andere Maßnahme. Eco-Programme sparen, indem sie länger bei niedrigerer Temperatur waschen — sie dauern deshalb entsprechend lange.

Miele-Tipp: QuickPowerWash wäscht normal verschmutzte Baumwollwäsche in 49 Minuten bei 40 Grad sauber. Wärmepumpentrockner brauchen rund die Hälfte der Energie älterer Kondenstrockner.

12. Die Maschine pflegen

Waschmittelschublade, Türdichtung und Flusensieb — drei Handgriffe, die alles verhindern.

In der Schublade setzen sich Waschmittelreste ab, in der Türdichtung sammeln sich Wasser und Haare, im Flusensieb landet alles Übrige. Beim Trockner ist es das Flusensieb nach jedem Trockengang und der Wärmetauscher regelmäßig.

Miele-Tipp: Schublade monatlich ausspülen, Dichtung nach dem Waschen trockenwischen, Flusensieb vierteljährlich reinigen. Wenn trotzdem etwas nicht stimmt: unser Kundendienst ist in Wien und kommt selbst.

Noch eine Frage offen?

Rufen Sie an — Donaustadt 01/734 44 55, Leopoldstadt 01/216 13 31. Wir verkaufen Miele Geräte seit 1987 und reparieren sie mit eigener Werkstatt in Wien. Fragen zur Wäschepflege beantworten wir am Telefon lieber als über ein Formular.